Die Türen zum Sport-KV stehen offen

Steht die Berufswahl an, stellen sich Sporttalente oft dieselbe Frage: Wie kann ich die Lehre mit meiner Leidenschaft Sport vereinbaren? Für Talente mit dem Interesse Kauffrau oder Kaufmann zu werden, gibt es eine einfache Antwort darauf. In Zürich und St. Gallen sind Ausbildungsplätze speziell für Top-Talente kreiert worden. Diego Benaglio hat es genauso genutzt wie Claudio Mutter. Ihre sportlichen Karrieren kennen wir. Nun wissen wir, dass sie zusätzlich zum hohen Trainingsaufwand einen anerkannten Berufsabschluss gemacht haben.

Stundenplan wie in der Sportschule

Die UNITED school of sports unterstützt jugendliche Sporttalente dabei, trotz ihrer hohen Beanspruchung im Leistungssport, parallel eine kaufmännische Grundausbildung abzuschliessen. Der Stundenplan, mit Unterrichtszeit, Lernmöglichkeit und Trainingsfenster, ist sehr ähnlich zu dem der Sportschule in Rapperswil-Jona.

Das Ausbildungsmodell ist so konzipiert, dass die Talente alle Verpflichtungen aus Schule, Betrieb und Sport unter einen Hut bringen können. Die kaufmännische Grundbildung dauert wegen dem reduzierten Stundenplan normalerweise vier Jahre.

Links geht die Treppe steil zu den Unterrichtsräumen hoch, davor prangert ein Plakat von der U19 Unihockey Herren WM.

Start im August 2019

Das Aufnahmeverfahren ist ebenfalls ähnlich wie an der Sportschule. Angeschaut werden schulische und sportliche Leistungen. Zusätzlich findet ein 45-minütiges Gespräch statt, um die Persönlichkeit der zukünftigen KV-Lernenden zu beurteilen. Die Informationen zum Verfahren sind online abrufbar. Der nächste Start ist im August, der Link für mehr Infos ist hier:

Der Konkurrenz 3 Jahre voraus

Die Bedingungen, um mit diesem Sport-KV parallel Leistungssport zu betreiben, sind hervorragend. Wenn pro Woche drei zusätzliche Trainingseinheiten gemacht werden, kann ein Talent in den vier Ausbildungsjahren ungefähr die doppelte Zeit trainieren. Das bedeutet drei Jahre Vorsprung im Training und das mit einem Abschluss im Sack.

Wer will diese Chance nutzen?

Nati-Star Gämperli kommt ins RLZ

Die St. Gallerin ragt durch ihre Körperlänge aus der Masse heraus. Im Unihockey fällt sie zudem durch viele Tore und Assists auf. Gämperli ist deswegen im Verein und im Nationalteam eine Leistungsträgerin. Im Dezember besucht sie das RLZ und zeigt was sie zum MVP der Saison 2016/2017 gemacht hat.

Die Ausbildungsphilosophie Swiss Way beschreibt fünf Superkompetenzen. Eine davon ist die Scorerin. Diese Superkompetenz passt optimal zu der 23-jährigen Gämperli, welche in der Saison 2016/2017 Topscorerin der gesamten Liga wurde.

Andrea Gämperli zeigt ihre Skills am RLZ (Fotos: Flickr swiss unihockey)

Im Jahr 2019 werden ihre Unihockey-Skills gefordert. Nebst dem Meisterrennen mit den Kloten-Dietlikon Jets findet im Dezember die Heim-Weltmeisterschaft in Neuenburg statt. Dann soll die sympathische Natispielerin die Topnationen ausstechen. Sie selber trainiert zusätzlich in einem RLZ, um ihre Skills zu verbessern.

Ich will meine Leistung konstant auf hohem Niveau halten können.

Andrea Gämperli im Interview mit SRF
Sie war bereits auf dem Cover vom Schweizer Unihockeymagazin (Quelle: unihockey.ch)

Bericht über Andrea Gämperli im Radio SRF


Wir freuen uns Andrea als Vorbild am RLZ begrüssen zu dürfen!


Innert einem Tag von Vereins- zu Weltklasse

Dieses Wochenende dürfte Svenja Schöni so schnell nicht vergessen. Sie wurde an ein Turnier der U19-Nationalmannschaft nachnominiert und spielte auf Anhieb eine wichtige Rolle. In den Spielen gegen Schweden und Tschechien zeigte sie ihr Können und wurde dafür sogar ausgezeichnet.

Innert kurzer Zeit muss es ein Wechselbad der Gefühle gewesen sein. Kurz vor dem Turnier der besten vier Nationen in Neuenburg wurde das definitive Kader bekanntgegeben. Svenja Schöni, die ehemalige Sportschülerin, stand nicht auf dem Aufgebot. Die ambitionierte Torhüterin der Floorball Riders hat starke Konkurrenz für einen Platz im Nationalteam. 

Eine Woche vergeht und das Turnier in Neuenburg beginnt. Schöni wird nachnominiert und erhält bereits gegen Schweden, nach einem harzigen Start, ihren Einsatz. Es ist ihr Debüt mit der U19-Nati und sie meistert dieses trotz schwieriger Ausgangslage gut. Sie hielt das Tor gegen die übermächtigen Schwedinnen aus dem älteren Jahrgang gleich zehn Minuten rein – bis zum Powerplay. 

Eine Nacht vergeht und im abschliessenden Spiel gegen die Tschechinnen erhält Schöni wieder das Vertrauen vom Staff. Sie nutzt auch ihre zweite Chance und zeichnet sich im Spiel aus:

“Im letzten Abschnitt konnten sich die Schweizerinnen mehrmals bei Torhüterin Svenja Schöni bedanken. Die im Verlauf des Turniers nachnominierte Torhüterin der Floorball Riders vereitelte mit diversen Paraden einen weiteren Gegentreffer. Zum Dank wurde sie zur besten Spielerin ausgezeichnet.”
swiss unihockey Bericht vom 10. November 2018

Svenja Schöni bei der Best-Player-Ehrung der U19-Nati im Spiel gegen die Tschechinnen.

Chiara Bertini zurückgekehrt

Das RLZ Rapperswil-Jona freut sich gleich zweimal. Nebst der Torhüterin durfte auch die Feldspielerin Chiara Bertini in der neuen U19 Nationalmannschaft ihren Einstand feiern. Nach einer Verletzung in der letzten WM-Kampagne wurde sie zurückgebunden. Nun hat sie eine neue Chance ihr Talent und den unbändigen Willen im Nationalteam zu beweisen.

Chiara Bertini umringt von Tschechinnen im letzten Spiel an der Euro Floorball Tour

Wir gratulieren beiden Spielerinnen zu ihren Leistungen!

Hopp Schwiiz.

Vortrag mit U19-Natitrainer

In der Region Obersee gehört Unihockey zu den beliebtesten Sportarten. Wer später in einem Nationalteam spielen will, hat dank leistungsorientierten Vereinen bereits gute Trainingsmöglichkeiten. Simon Meier, der U19 Herren Nationaltrainer, erzählt was die zukünftige Unihockey-Generation alles lernen soll, damit die Schweiz im Unihockey Weltmeister werden kann. Direkt zur Event-Anmeldung

International steht die Schweiz im Vergleich über mehrere Jahre seit langer Zeit auf dem dritten Rang. Meistens ist es an Turnieren so, dass sich die Schweiz im Bronze-Spiel mit Tschechien um eine Medaille misst. In den Testspielen und Turnieren sind die Partien enorm eng und Tschechien verbesserte seine Bilanz in den letzten Partien. Zusätzlich bäumen sich nebst den vier Grossen – Schweiz, Schweden, Tschechien und Finnland – häufiger Kleine auf. An der U19-Damen Weltmeisterschaft konnte Polen auf Kosten der Schweiz in die Top 4  vordringen. Wird dieses Szenario häufiger? Oder schafft Helvetien bald einen Exploit und krönt sich zum Weltmeister?

Was braucht es, damit die Schweiz künftig Weltmeister werden kann?

Auf Einladung vom Regionalen Leistungszentrum (RLZ) in Rapperswil-Jona spricht Simon Meier über diese Herausforderungen. Mit konkreten Tipps gibt er einen Einblick in die Ausbildungsphilosophie Swiss Way.

Was können Regionale Leistungszentren zum Erfolg der Nationalteams beitragen? Clemens Strub erläutert die Funktion vom RLZ und seinem Angebot. Der Abend wird mit einem kleinen Apéro abgerundet.

Weitere Infos und eine Anmeldung für den Anlass hier klicken